Vorsorgekonzepte

Die Rentenlücke ist real. Und je später du handelst, desto teurer wird es.

Viele unterschätzen, wie viel Geld sie im Alter wirklich brauchen. Gleichzeitig werden staatliche Förderungen kaum genutzt. Wir entwickeln dein persönliches Vorsorgekonzept – mit allem, was der Staat dir bietet.

Zahlen und Fakten

30.826 €
Höchstbetrag Rürup-Beiträge (2026)
300 €
Riester-Kinderzulage pro Kind (ab 2008)
bis 15 %
Arbeitgeberzuschuss bei Entgeltumwandlung

Staatlich geförderte Vorsorge im Vergleich

Riester-Rente

Rürup-Rente (Basisrente)

Varianten im Überblick

Riester-Rente (Für Angestellte)

Mit staatlichen Zulagen. Ideal für Angestellte, besonders mit Kindern. Steuerlich absetzbar als Sonderausgabe.

Rürup-Rente (Für Selbstständige)

Für Selbstständige und Gutverdienende. Hohe steuerliche Absetzbarkeit, lebenslange Rente, pfändungssicher.

Betriebliche Altersvorsorge (bAV) (Arbeitgeberbeteiligung)

Beiträge steuer- und sozialabgabenfrei bis zur Grenze. Arbeitgeber gibt bis zu 15 % dazu, soweit er Sozialabgaben spart.

Private Fondspolice (Flexibel)

Ohne staatliche Förderung, aber maximale Flexibilität. Renditeorientiert über ETFs, steueroptimiert in der Auszahlphase.

Typische Probleme, die wir lösen

Unsere Lösung

Wir erstellen dein persönliches Vorsorgekonzept – mit allen staatlichen Förderungen, steueroptimiert und auf deine Ziele ausgerichtet. Wir zeigen dir genau, was du heute tun musst, um morgen sorgenfrei zu leben.

Altersvorsorge im Detail: Die drei Schichten und was sie dir wirklich bringen

Schicht 1 – Basisversorgung: gesetzliche Rente und Rürup

Die erste Schicht umfasst die gesetzliche Rentenversicherung, Versorgungswerke und die Rürup- oder Basisrente. Gemeinsames Merkmal: hohe steuerliche Absetzbarkeit in der Ansparphase, dafür strenge Regeln in der Auszahlung. Rürup-Beiträge sind bis zum Höchstbetrag als Sonderausgaben absetzbar, was besonders für Selbstständige mit hoher Steuerlast attraktiv ist – bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent finanziert der Staat einen erheblichen Teil des Beitrags mit. Der Preis dafür: Das Kapital ist nicht kündbar, nicht beleihbar, nicht vererbbar an beliebige Personen und wird ausschließlich als lebenslange monatliche Rente ausgezahlt. Rürup ist damit ein exzellentes Steuersparinstrument und ein schlechtes Flexibilitätsinstrument.

Schicht 2 – Geförderte Zusatzvorsorge: Riester und betriebliche Altersvorsorge

Riester lebt von den Zulagen: Grundzulage pro Person und Kinderzulage pro Kind, solange mindestens vier Prozent des Vorjahresbruttos eingezahlt werden. Für Familien mit mehreren Kindern und mittlerem Einkommen ist die Förderquote dadurch außergewöhnlich hoch – teilweise finanziert der Staat mehr als die Hälfte der Einzahlung. Für kinderlose Gutverdiener fällt die Rechnung dagegen oft nüchtern aus. Die betriebliche Altersvorsorge wiederum profitiert doppelt: Die Beiträge gehen aus dem Bruttogehalt, sparen also Steuern und Sozialabgaben, und der Arbeitgeber gibt bis zu 15 Prozent dazu, soweit er Sozialabgaben spart – manche zahlen freiwillig mehr. Entscheidend ist, ob dein Arbeitgeber einen guten Rahmenvertrag hat und wie die Verrentung im Alter kalkuliert wird.

Schicht 3 – Private Vorsorge: Fondspolice und ETF-Depot

Die dritte Schicht ist die flexibelste. Hier zählt vor allem, wie viel von der Rendite nach Kosten und Steuern bei dir ankommt. Ein ETF-Sparplan im Depot ist günstig und jederzeit verfügbar, wird aber laufend über die Abgeltungsteuer und die Vorabpauschale besteuert und jedes Umschichten löst Steuer aus. Eine Fondspolice kostet mehr im laufenden Betrieb, erlaubt dafür steuerfreies Umschichten innerhalb des Vertrags und wird bei Auszahlung nach dem 62. Lebensjahr und mindestens zwölf Jahren Laufzeit nur zur Hälfte des Ertrags mit dem persönlichen Steuersatz belastet. Welche Variante gewinnt, hängt von Anlagehorizont, Umschichtungsverhalten und Steuersatz ab – das lässt sich ausrechnen, und genau das tun wir.

Nachgelagerte Besteuerung: der Punkt, den fast alle übersehen

Fast jede geförderte Vorsorge verschiebt die Steuer in die Zukunft: Du sparst heute Steuern und versteuerst später die Rente. Das rechnet sich, solange dein Steuersatz im Alter niedriger liegt als heute – bei den meisten ist das der Fall, aber eben nicht bei allen. Wer im Ruhestand hohe Mieteinnahmen, mehrere Renten oder Kapitalerträge hat, kann im Alter in einer ähnlichen Progression landen wie im Berufsleben. Dazu kommen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, die auf Betriebsrenten in voller Höhe anfallen. Eine ehrliche Vorsorgeplanung rechnet deshalb nicht nur die Einzahlphase, sondern die Auszahlphase mit durch.

Kosten sind die stille Rendite-Bremse

Ein Prozentpunkt laufende Kosten pro Jahr kostet dich über 35 Jahre grob ein Viertel deines Endkapitals. Bei Vorsorgeprodukten verstecken sich Kosten an mehreren Stellen: Abschluss- und Vertriebskosten, Verwaltungskosten auf den Beitrag, Kosten auf das Fondsguthaben, Fondskosten selbst und teilweise Stückkosten. Die entscheidende Kennzahl ist die Effektivkostenquote, die alle Kosten in eine jährliche Renditeminderung umrechnet und seit 2017 in jedem Produktinformationsblatt ausgewiesen werden muss. Wir vergleichen Angebote grundsätzlich über diese Kennzahl – sie macht Produkte vergleichbar, die auf dem Papier völlig verschieden aussehen.

Wie viel musst du eigentlich sparen?

Der Ausgangspunkt ist nicht das Produkt, sondern die Lücke. Nimm dein heutiges Nettoeinkommen, rechne mit rund 80 Prozent Bedarf im Alter, ziehe deine prognostizierte gesetzliche Rente laut Renteninformation ab und rechne die verbleibende Differenz mit der Inflation bis zum Rentenbeginn hoch. Aus dieser inflationsbereinigten Lücke ergibt sich das benötigte Kapital – und daraus die monatliche Sparrate. Erst danach stellt sich die Frage, über welche Schicht und welches Produkt diese Sparrate am effizientesten läuft. Genau in dieser Reihenfolge arbeiten wir: Bedarf, Lücke, Sparrate, Produkt. Nicht umgekehrt.

Vorsorge-Check: 8 Punkte, bevor du irgendetwas unterschreibst

Diese Fragen sollte jedes Vorsorgeangebot beantworten können – wenn nicht, ist es kein gutes Angebot.

Die große Altersvorsorge-Übersicht

Alle drei Schichten der Altersvorsorge im Vergleich, die Förderungen mit konkreten Zahlen, eine Anleitung zur Berechnung deiner Rentenlücke und die Kostenfallen, die dich am meisten kosten.

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Häufige Fragen

Wie hoch ist meine Rentenlücke?

Das hängt von deinem Rentenanspruch, deinem gewünschten Lebensstandard im Alter und deiner Lebenserwartung ab. Wir berechnen sie kostenlos für dich.

Lohnt sich Riester noch?

Ja – besonders wenn du Kinder hast oder einen niedrigen Steuersatz im Alter erwartest. Mit Kindern kann die staatliche Förderung erheblich sein.

Muss ich bAV nutzen?

Kein Muss – aber sinnvoll. Durch die Entgeltumwandlung zahlst du weniger Steuern und Sozialabgaben, und dein Arbeitgeber gibt bis zu 15 % dazu, soweit er Sozialabgaben spart.

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Stand: September 2026